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Durchblick im Dschungel der Jeans-Passformen


Es gab Zeiten, da gab man beim Jeanskauf an, ob man ein gerades Bein oder eine Karotte wollte und damit wusste die Verkäuferin, was gesucht war. Die Karotte gibt es noch immer – heute mitunter auch als Comfort Fit bezeichnet -, hinzugekommen sind allerdings unzählige Jeans-Passformen, bei denen man mitunter überhaupt keine Vorstellung mehr davon hat, wie diese Jeans nun aussieht. Daher biete ich hier mal einen Überblick über gebräuchliche – und zum Teil weniger gebräuchliche – Passformbezeichnungen.

A wie Anti Fit

Wie der Begriff schon zum Ausdruck bringt: Hier passt etwas nicht. Es handelt sich um Jeans, die außergewöhnlich weit geschnitten sind. Im Gegensatz zu Baggy-Jeans, die ebenfalls weiter sind, können hier aber beispielsweise auch die Hosenbeine unterschiedlich weit ausfallen.

B wie Baggy

Der Schnitt dieser Jeans ist extrem lässig und weit. Sie werden meist ohne Gürtel getragen und hängen im Schritt besonders tief, manchmal bis zu den Knien. Die Unterhose darf dabei über dem Bund der Baggy zu sehen sein. Manche Baggys werden auch mit „angesetzter Unterhose“ geschneidert, um dadurch den Eindruck zu liefern, noch tiefer zu sitzen.

B wie Bell Bottom

Bitte einmal an die 70er-Jahre denken: es handelt sich um den typischen schnitt der Schlaghose. Das Bein ist ab dem Knie ausgestellt und die Jeans zeichnet sich durch eine niedrige Leibhöhe aus.

B wie Boot Cut

Boot Cut Jeans von Silver Jeans
Boot Cut Jeans von Silver Jeans

Es handelt sich um eine Jeans, deren Bein nach unten hin etwas weiter ist, so dass es bequem über einem höheren Schuh oder Stiefel getragen werden kann. Die Boot Cut liegt im Mittel zwischen Bell Bottom und Slim Fit. Meist ist bei dieser Jeans auch die Leibhöhe etwas niedriger.

B wie Boot Leg

Es handelt sich um eine Passform, die der Boot Cut ähnelt. Das Bein ist nach unten hin etwas weiter geschnitten, damit die Hose über einem Stiefel getragen werden kann. Im Gegensatz zur Boot Cut besitzt die Hose allerdings eine normale Leibhöhe.

B wie Boyfriend

Ähnlich der Comfort Fit handelt es sich um einen bequemen Jeansstil. Die Damenhose sitzt locker auf der Hüfte und zeichnet sich durch ein weites Bein aus. Oft wird der Beinabschluss etwas gekrempelt. Es soll der Eindruck vermittelt werden, dass die Dame die – etwas zu große – Hose ihres Freundes trägt.

C wie Cargo Pants

Dieser Schnitt hat seinen Namen von den Cargo-Taschen, die zusätzlich aufgesetzt sind. meist finden die Taschen sich seitlich am Bein, auf oder über Kniehöhe. Es gibt aber auch Varianten mit zusätzlichen Taschen vorne an den Oberschenkeln. Es handelt sich ursprünglich um Arbeiterhosen, die gerne im Freizeit- und Outdoor-Bereich getragen werden.

C wie Chinos

Es handelt sich um eine Bundfaltenjeans mit Eingrifftaschen vorn und Patten- bzw. Paspeltaschen hinten. Ihren Namen hat die Jeans von ihrer ursprünglich hellbraunen Farbe, die an getoastetes Brot erinnert (chino = getoastet).

C wie Comfort Fit

Dem Namen der Passform folgend handelt es sich um eine bequeme Jeans. Sie  zeichnet sich durch ein weites, gerades Bein und durch einen weiter geschnittenen Bund aus.

D wie Drop Crotch

Bei dieser Jeansform ist der Schritt sehr tief geschnitten. Im Gegensatz zur Baggy muss dabei der Bund nicht tief sitzen.

F wie Five Pocket

Es handelt sich um die Basic-Jeans mit fünf Taschen. Die fünfte Tasche in der vorderen rechten Tasche wird als Coin-Pocket bezeichnet.

F wie French Cut

Mit dieser Passform werden sehr eng geschnittene Girls-Jeans bezeichnet. Man spricht hier auch von der „zweiten Haut“.

G wie Gerade

Die gerade ist – im Gegensatz zur Comfort Fit – an der Hüfte schmal geschnitten und besitzt ein gerades Bein.

H wie High Cut / High Waist

High Waist Jeans von Mat
High Waist Jeans von Mat

Es handelt sich um eine Passform mit extrem hohem Bund, der über der Taille endet.

K wie Karotte

Die Karotte ähnelt der Comfort Fit und wir mit dieser oftmals auch gleichgesetzt. Genauer betrachtet verfügt die Comfort Fit meist über einen etwas lockerer geschnittenen Beinabschluss, bei der Karotte läuft dieser nach unten keilförmig zu.

L wie Loose Fit

Diese Jeans sitzen locker auf der Hüfte und umspielen auch die Oberschenkel locker. Es handelt sich sozusagen um einen Oberbegriff für Comfort Fit, Karotte und Baggy.

L wie Low Crotch

Diese Passform ähnelt der Drop Crotch, allerdings ist der Schritt nicht so extrem tief geschnitten.

L wie Low Cut / Low Waist

Es handelt sich um eine Jeans mit niedriger Leibhöhe. Die Hose sitzt auf der Hüfte. Bei der extrem Low Cut ist der Bund nur 16 cm hoch.

R wie Regular Fit

Wie bei der Straight Fit handelt es sich um eine alternative Bezeichnung für die Gerade.

R wie Röhre

Die Röhre wird heute meist als Skinny bezeichnet. Es handelt sich um eine sehr eng am Körper anliegende Jeansform.

S wie Skinny

Zizzi_Skinny-FitDie Skinny ist eine Extremform der Slim Fit. Man spricht auch von Röhre oder Röhrenhose. Sie liegt äußerst eng am Körper an und ist mit einer Leggins vergleichbar. Bei Damenhosen wird mitunter auch von French Cut gesprochen.

S wie Slim Fit

Slim Fit Jeans von KjBrand
Slim Fit Jeans von KjBrand

Wie der Begriff zum Ausdruck bringt, handelt es sich um eine „schlanke“ Jeansform. Sie liegt eng am Körper an und hat einen engen Beinabschluss. Slim Fit wird auch als Oberbegriff für alle figurbetonten Jeansschnitte verwendet. Teilweise wird für diese Passform auch der Begriff Tight Fit verwendet.

S wie Straight Cut

Diese Jeansform ist identisch mit der Geraden.

T wie Taillen-Jeans

Im Gegensatz zur Low Cut hat die Taillen-Jeans einen höheren Bund, der in der Taillengegend sitzt. Eine extreme Ausprägung dieser Passform ist die High Cut bzw. High Waist, die über der Taille endet.

T wie Tapered

Die Passform Tapered ist besser bekannt als Karotte.

T wie Tight Fit

Es handelt sich um eine alternative Bezeichnung für die Passform Slim Fit.

T wie Twisted

Es handelt sich um eine Jeansform mit bewusst verdrehten Seitennähten. Dadurch ergibt sich eine besonders ergonomische Form.

 

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